„Segen bringen - Segen sein" - Sternsingeraktion mit Tanja Saemann

An der Comenius-Grundschule Neustadt/Aisch findet der Religionsunterricht konfessionsübergreifend statt. Auch im Ethikunterricht versuchen die Lehrkräfte, typische Inhalte und soziale Anliegen verschiedener Glaubensgemeinschaften einzubinden. In diesem Schuljahr besuchte deshalb Jugendbildungsreferentin Tanja Saemann von der Fachstelle für katholische Kinder- und Jugendarbeit im Dekanat Ansbach die Comenius-Grundschule und bereitete eine mitreißende Sternsingeraktion für die Comenius-Kinder vor. Im Mehrzweckraum der Grundschule versammelten sich im Dezember jeweils für eine Schulstunde die Religions- und Ethikgruppen der dritten und vierten Jahrgangsstufe und erlebten hautnah, wie es ist, STERNSINGER zu sein. Die Kinder fanden einen aufwändig vorbereiteten Raum vor und ließen sich rasch auf das Thema ein, denn die Stationen-Tische vermittelten auf spielerische Art und Weise, was hinter dem Sternsinger-Motto Segen bringen - Segen sein" steckt.

Ausgestattet mit Sammeldose und Laufzettel machten sich die Schülergruppen auf den Weg zu den jeweiligen Stationen und lernten dabei einiges über die Sternsinger und das aktuelle Jahresthema „Sternsingen gegen Kinderarbeit – Schule statt Fabrik“: Fast mühelos ordneten sie den Sternsinger-Segen auf dem Aufgabenblatt richtig zu, entdeckten das Jahresthema in Form des zusammengepuzzelten Sternsinger-Posters und ließen sich berühren von den Schicksalen und Alltagssituationen vieler Kinder dieser Welt. Das ist unfair und ungerecht!" Darüber waren sich die Comenius-Kinder einig. Vor allem die Erzählungen der arbeitenden Kinder aus Bangladesch stimmten nachdenklich, denn trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen in dem südasiatischen Land noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten – 1,1 Millionen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen." (Quelle: https://www.sternsinger.de/sternsingen/) Aus diesem Grund versucht die Sternsingeraktion 2026 diesen Kindern zu helfen und ihnen den Zugang zu Schule und Bildung zu ermöglichen. Dafür ziehen sie von Haus zu Haus, schreiben den Segen an die Haustür und sammeln Spendengelder.

Das Sammeln von Spendengeldern gefiel den Comenius-Kindern, denn sie erhielten nach gelöster Aufgabe Spielgeld-Münzen und ließen diese gerne und nicht nur einmal in ihrer Spendendose klimpern. Am Ende des Workshops notierte Frau Saemann den Gesamtbetrag der gesammelten Spenden an die Tafel und sorgte für zufriedenes Staunen. Schließlich durften auch Süßigkeiten und eine Urkunde nicht fehlen, welche einen QR-Code zum aktuellen Sternsingerfilm Willi Weitzel in Bangladesch" und eine Telefonnummer ins örtliche Pfarramt für Kinder enthielt, die gerne Sternsinger werden möchten.

Mit ihren Sternsinger-Workshops machte Frau Saemann deutlich, wie wichtig es ihr ist, Kinder für die Bedeutung sozialer Arbeit zu sensibilisieren: „Wenn sich ein Kind nach dem Workshop entscheidet, selbst Sternsinger zu werden, freut es mich natürlich, aber das war nicht die Intension der Workshops“. (Quelle: https://jugend-im-dekanat-ansbach.de).

Die Comenius-Grundschule bedankt sich herzlich bei Frau Saemann für ihr Engagement. Ihr Sternsinger-Workshop war ein gelungenes Beispiel dafür, wie vielfältig konfessionsübergreifender Religions- und Ethikunterricht sein kann und wie bereichernd das soziale Engagement von Kindern für Kinder. Deshalb sind Frau Saemann und ihr Motto an der Comenius-Grundschule bereits fest für das neue Schuljahr eingeplant: Segen bringen - Segen sein."