Comenius-Kinder werden fit für den Verkehr:
Fahrradtraining und hautnahes Erleben des „Toten Winkels“
„Verkehrserziehung zielt auf die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu einer sicheren Teilhabe am Verkehr sowie zu selbstverantwortlicher und altersgerechter Mobilität.“ (Lehrplan Plus Bayern)
Ab dem Schuljahr 2024/2025 löst der neue „Radlführerschein“ schrittweise den bisherigen Fahrradpass ab. Der „Radlführerschein“ begleitet die Kinder während ihrer gesamten Grundschulzeit, vom Schulwegtraining in der ersten Klasse, Übungen im Schonraum (mit Roller und Fahrrad) in der zweiten und dritten Jahrgangsstufe bis hin zum erfolgreichen Abschluss der Jugendverkehrsschule in der 4. Klasse. Für die Zweit- und Drittklässler zielen Schonraumübungen darauf ab, den Gleichgewichtssinn zu schulen. Gepackt mit Büchertaschen und Helm machten sich deshalb beide dritten Klassen der Comenius-Grundschule am Donnerstag, den 5. März 2026 mit dem Bus auf den Weg in Richtung des Verkehrsübungsplatzes in Diebach. Dort wartete nicht nur ein Team der Polizeidienststelle Neustadt/Aisch unter der Leitung von Frau Mühlbauer auf die Kinder, sondern auch strahlend-sonniges Frühlingswetter. Die Kinder durchliefen ein durchaus anspruchsvolles Fahrradtraining, übten das sichere Aufsteigen und Anfahren, das Durchfahren einer Spurengasse und das Bremsen vor einem Hindernis. Vor allem das einhändige Fahrradfahren bei gerader Fahrtrichtung und beim Kurven- und Slalomfahren hatte seine Tücken. Es bildet die Grundlage für ein sicheres Abbiegen im Straßenverkehr. Insgesamt zeigten sich die Comenius-Kinder sicher am Fahrrad und hatten sichtlich Freude am Parcours. Nun bleibt ihnen noch genug Zeit, das Fahren mit nur einer Hand am Lenker bei gemeinsamen Ausflügen mit Eltern oder im eigenen Grundstück zu üben … bis sie dann in der vierten Klasse nach Diebach zurückkehren werden, um sicher und hoffentlich erfolgreich ihren „Radlführerschein“ zu machen.
Die Kinder der drei vierten Klassen der Comenius-Grundschule haben dies bereits geschafft und den „Radlführerschein“ erfolgreich abgeschlossen. Als Ergänzung der Jugendverkehrsschule erwartete sie ein besonderes Erlebnis: Der „tote Winkel“ – ein Thema, das im Straßenverkehr lebenswichtig sein kann – wurde nicht nur theoretisch besprochen, sondern ganz praktisch erfahrbar gemacht. Möglich wurde dies durch die ehrenamtliche Unterstützung des Unternehmens Bauereiß aus Schauerheim, welches der Comenius-Grundschule dafür am Dienstag, den 3. März 2026 einen LKW zur Verfügung stellte. Neben dem Schulgelände konnten die Kinder so unmittelbar erleben, wie groß der Bereich ist, den ein LKW-Fahrer nicht unmittelbar einsehen kann. Die Schülerinnen und Schüler durften sich vor und neben dem Fahrzeug in den toten Winkel stellen, während andere Kinder hinter dem Lenkrad Platz nahmen. Schnell wurde dabei deutlich: Selbst wenn über 20 Kinder direkt neben dem LKW stehen, sind sie vom Fahrerplatz aus oft nicht zu erkennen. Für viele Kinder war das eine überraschende und eindrückliche Erfahrung. „Man denkt, der Fahrer sieht einen bestimmt – aber das stimmt gar nicht“, stellte ein Schüler erstaunt fest, nachdem er selbst im Fahrerhaus gesessen hatte. Gerade dieses Perspektivwechsel machte die Situation für die Kinder besonders anschaulich. Die praktische Übung ergänzte die Inhalte der Jugendverkehrsschule und vermittelte den Schülerinnen und Schülern auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig Aufmerksamkeit und Abstand zu großen Fahrzeugen im Straßenverkehr sind.
Trainingseinheiten des „Radlführerscheins“ und besondere Erfahrungen im Schonraum wie die Aktion „Toter Winkel“ sind wichtige Bausteine der Verkehrserziehung. Die Comenius-Grundschule bedankt sich herzlich beim Team der Polizeidienststelle Neustadt/Aisch sowie bei der Firma Bauereiß. Dieses Engagement begeistert Kinder und hilft ihnen dabei, den Straßenverkehr künftig noch sicherer zu meistern.




